Sonntag, 30. August 2015

Back to work: Eine selbstgenähte Lunchbag für den Puppenmamapapa

Der Urlaub ist vorbei. Nicht für mich, denn ich habe ja drei Jahre Urlaub. Ach ne, ich hab ja einen 24 Stunden Job. Oder irgendwas dazwischen.
Jedenfalls geht Mann wieder zum "Schaffe", wie der Schwabe so schön sagt.
Und damit die brave Hausfrau ihm was zum Essen mitgeben kann, braucht er natürlich ein stylisches Behältnis.
Und das kam dabei heraus:
oben: fertige troegsi Lunchbag mit Postkarte im Sichtfenster

Die Vorgeschichte: ich war auf der Suche nach braunen Brotzeit-Tüten, so wie man sie in den amerikanischen Filmen öfter Mal sieht. Und ich bin bei meinem Prime-Versender auf diese wunderschönen Taschen gestoßen, wobei ich für meinen Mann natürlich nicht dieses Design gewählt hätte:

 
oben: HADAKI New Orleans - Lunchbag JAZZ ruby (bei Klick Verlinkung zu amazon)

Aber selbst ist die Frau, und ich spare mir die 20 Euro. Wachstuch und Klettverschluss liegt jede Menge in meinen Kreativkammerl.
Nach der Fertigstellung möchte ich fast selber wieder ins Büro und so eine Lunchbag mitnehmen.
Ich wollte eigentlich die Anleitung selbst erstellen.
Aber es gibt schon so viele Anleitungen im Netz.
Zum Beispiel die bei living at home ist supereasy und superschnell.
Die Kühltasche oben hat eine Kühlfunktion und einen Henkel. Kühlfunktion brauchen wir nicht und anstatt Henkel mögen wir lieber die rustikale Variante die sich oben einrollt.

hier noch der Link zur living at home: Einfache Anleitung "Lunchbag aus Wachstuch nähen"

Nach einigen Überlegungen habe ich habe folgende Variationen vorgenommen.
1. ein Klettverschluß als Verschluß im Tütenlook
2. ein Sichtfenster in Postkartengröße, in das ich Nachrichten und/ oder To Dos bzw. Tolle Sprüche stecken kann.
3. die obere Kante habe ich versäubert.

Zutaten:
* 1 Stück transparente Plastiktischdecke, etwas größer als eine Postkarte (dieses ist vom Dänischen    Bettenlager)
* 1 Stück Wachstuch (irgendwo von Da Wanda gekauft)
* Klettverschluß (hatte ich noch im Keller)
* Label
* 1 1/2 Stunden Zeit

Ablauf:
1. Teile zuschneiden: ein Teil A 73,5 x 20 cm und zwei Teile B 31,5 x 13 cm

oben: Schnittteile Lunchbag

2. kurze Teile an langes Teil nähen. Oben eine Skizze, da die Living-Anleitung ein bisschen seltsam ist.
3. Fenster aufnähen (ich ein Mal Zick-Zack und ein Mal Geradstich verwendet).
4. Seitennähte wie Pfeile oben schließen.
5. oberen Rand mit Zick-Zack versäubern. Ist nur umgeschlagen und mit Zick-Zack versäubert.
6. die Seiten außen abnähen.
7. Klettverschlüsse aufnähen.
8. Label aufnähen. Mein troegsi hab ich schön plakativ vorne hingenäht.

... und eine Postkarte oder eine To-Do-Liste in das Sichtfenster einlegen.

oben: Lunch


Diese Lunchbag finde ich übrigens auch noch sehr schön. Dieses neue faszinierende Papiermaterial, genannt Tyvek, ist sehr strapazierfähig. Die Tüte kostet ebenfalls an die 20 Euro.
oben: Verkaufslink zu amazon "Luckies brown paper bag Tasche"



Ich wünsche allen eine gute Woche!
lg:m Marion von www.troegsi.com






Freitag, 14. August 2015

Selbstgemachtes Kissen Matroschka Helena frei nach dem Buch "Puppenstudio"

Neulich habe ich in der Bücherei wieder ein Buch entdeckt, das mich sofort in seinen Bann zog.
Das kam dabei raus, aber von vorne ...


oben: gefüttert und zufrieden - selbstgemachtes Puppenkissen Matroschka Helena

Das Buch: Zehn Puppendesigner stellen 23 Puppen vor. Als Puppenliebhaberin und Bastlerin war ich total fasziniert.

oben: Link zu amazon mit Einblick ins Buch.

Und da sich in dem Buch eine Matroschka mit einem zuckersüßen Gesichtsausdruck befindet, musste ich auch gleich loslegen.
Für wissbegierige hier der Link zu Wikipedia: Matroschka
Jedenfalls wollte ich unbedingt so ein Puppenkissen für unser Spotzl (= Tochter, 17 Monate) zum Kuscheln und Einschlafen.

Als Spotzl noch ein kleines Baby war, wollte ich ihr schon die faszinierenden Puppen aus Holz am Weihnachtsmarkt besorgen. Allerdings nahm sie da ja noch alles in den Mund und ich suchte nach einer gesünderen Alternative.
Und ich fand diese goldigen Kerlchen aus der Winnie Puuh Geschichte von der Firma "The First Years".

oben: Link zu amazon mit weiteren Bildern. 

Die vier Steckfiguren Winnie Puuh, I-Aah, Tigger und Ferkelch sind ab einem halben Jahr empfohlen. Allerdings finde ich das sehr früh.
Sie sind durch wegen der geschwungenen Kanten sehr schwierig ineinander zu stecken und so richtig fasziniert ist Spotzl erst jetzt.
Die kleinste Figur ist eine Wackelfigur, die anderen lassen sich öffnen und schließen.
Das Material ist Plastik, das nicht abfärbt.

Zufälligerweise bekamen wir vor ein paar Wochen auf dem Flohmarkt Matroschkas aus Holz geschenkt. Ich fragte, wie viel sie kosten, und der nette Herr meinte: "die schenke ich Ihnen - wegen ihr!"
"Ihr" war in diesem Fall meine süße, kleine, blondlockige Tochter, die mehr als begeistert von den Steckfiguren war und heute noch ist. Und sie nimmt sie auch nicht in den Mund, yeah!

oben: Matroschkas vom Flohmarkt.

oben: Matroschka guckt aus der Petersilie.

Nun also zu dem Projekt "Selbstgenähte Matroschka":
Als Stoff wählte ich einen weichen roten Fleecestoff, weil es ein kuscheliges Kissen sein sollte.
Für das Gesicht hatte ich noch die passenden Filzstückchen daheim.
Und für den vorderen Körper entschied ich mich für diesen Stoff aus dem örtlichen Stoffladen:

oben: Stoff aus der dapper Stoffkollektion.

Außerdem noch ein Webband mit Blumen für den Hals, das ich von Frau Tulpe habe.
Und natürlich Füllwatte.

Im Buch heißt die Matroschka FLEUR und wurde von der Designerin Denise Ferragamo entworfen.
Der Schnitt befindet sich im Buch und muss um 40% vergrößert werden.
Dann ist die Puppe 37 cm lang.
Ich habe den Schnitt eingescannt und mit Gimp bearbeitet.
Meine Puppe hat etwas weniger Schnick Schnack Bauch, da Spotzl beim Schlafen ja keine Abdrücke bekommen soll.
Außerdem ist meine Version etwas bauchiger als das Original.
Aber das Gesicht ist übernommen und ich finde es zum Knutschen.

oben: Helenas Gesicht

oben: Helena durfte auch schon kurz nach draußen.


Natürlich wurde die Puppe nachts fertig gestellt und ich stellte sie unter den Baum im Kinderzimmer.
Spotzl fiel der kleine Mitbewohner morgens beim Aufstehen sofort auf und er wurde auch gleich ganz fest gekuschelt. Und ich habe gestaunt. Sie hat auch gleich den Zusammenhang mit den Holz-Matroschkas erkannt, die wir dann auch gleich zerlegten und wieder zusammenbauten.

Mal sehen, wie das in Zukunft mit dem Einschlafen klappt ...

lg:m Marion von www.troegsi.com